Felix Maiwald von Buchenhain - Bass


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Ortsentwicklung, Grün, Vision 2030

Beantwortet in sechs Fragen des Münchner Merkur von Patricia Kania:

1. Was wollen Sie als Bürgermeister als Erstes anpacken?

Die Erwartungshaltung unserer jungen Familien ist groß und berechtigt. Der Schul- und Sporthallenneubau hat daher momentan oberste Priorität. Es gilt in den folgenden Tagen und Wochen nach der Wahl, die bisher gewonnenen Erkenntnisse zu bündeln und gemeinsam mit einer geeigneten Planungsgesellschaft, der Gemeindeverwaltung, der sogenannten Schulfamilie und den Vereinen die erste "Interessenkonferenz" anzuberaumen. Das wird bahnbrechend sein.

2. Das Geld in Baierbrunn ist knapp. Welches Projekt ist für Sie dennoch unverzichtbar?

Ein über mindestens drei Jahrzehnte nachhaltiger Grundschul- und Sporthallenneubau, der als Auftakt zu einem neuen Selbstverständnis der Gemeinde Baierbrunn verstanden werden sollte. Der darin, meiner pädagogischen Überzeugung nach, zu integrierende "Bürgersaal für alle Generationen" kann und darf unter keinen Umständen kurz gedachter "Sparstrümpfelei" zum Opfer fallen.

3. Auch Baierbrunn braucht Wohnraum für die eigenen Bürger. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Wachstum und traditionellem Ortsbild?

An das von Barbara Angermaier initiierte Einheimischenwohnmodell, wie z. B. am Schweigerweg, muß weiter angeknüpft werden. Nur im Rahmen eines von mir bereits vorskizzierten Ortsentwicklungsplans -mit einer Nachhaltigkeit bis zunächst 2030- kann moderates Wachstum und gewachsener Altbestand symbiotisch miteinander verschmolzen werden. Ein schöner, tradidtioneller Ortskern sollte uns lieb und -wo nötig- auch teuer sein. Er ist das Aushängeschild einer Gemeinde.

4. Das Bürgerhaus, von dem mal die Rede war: Wie wichtig ist das für Sie?

Wie bereits gesagt, ist der "Bürgersaal für alle" neben dem traditionellen Ortskern am Maibaum der Schlüssel für einen neuen, belebten Ortskern am Wirthsfeld. Die Integration in den Schulneubau schafft die Brücke zwischen Schulgeneration, jungen Familien und Seniorengeneration. Kunst ist ein wichtiger Teil der Bildung und Kultur der Menschen. Sie erlaubt, über den "Tellerrand" hinauszusehen. Der Bürgersaal -gleichzeitig Pausenhalle- soll als Aula, Versammlungsstätte mit dazu erforderlichen Nebennutzflächen und Bühne konzipiert werden. Der Bürgesaal ist und bleibt Teil der Schulidee und richtungsweisend für Baierbrunns Zukunftsfähigkeit.

5. Außer dem Aldi gibt es in Baierbrunn nur noch wenig Geschäfte. Wie könnte man den Einzelhandel in Schwung bringen?

Handwerk willkommen, sage ich in unserer Broschüre zur Wahl. Auch der Einzelhandel zählt natürlich dazu. Ein attraktiver Gewerbesteuerhebesatz ist dafür die Grundlage, daß sich kleine Unternehmen und auch ein "Tante Emma Laden" wie der frühere "Kramer Stahuber" wieder ansiedeln können. Die Menschen wollen das hier und man hat als Gemeinde die Pflicht, die Grundlagen dafür zu schaffen. Auch das ist "Ökologie und Förderung junger Familien": sie nicht zu zwingen, wegen jeder Kleinigkeit das Auto inanspruch nehmen zu müssen.

6. Wie sieht Ihr Baierbrunn im Jahr 2030 aus? Was soll bis dahin geschafft sein?

Eine weit gefasste Frage und sie auf weniges herunterzureduzieren wird der Antwort nicht gerecht. Dennoch versuche ich es im Telegrammstil: Grundidee Wohnen: Mischung der Wohnformen - Ressourcen und Flächen sinnvoll nutzen, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser für Ortsansässige, Familien und Senioren, Kleine überschaubare Wohnquartiere durch Gliederung der Wohngebiete, Wohnen im Grünen im nahen Isartal, Nachbarschaftsplätze als Begegnungsorte für alle, Angebot autofreier Bereiche, Wohnen im zentralen Bereich mit Bildung und Betreuung nebenan, Wohnraum für alle Generationen und Einkommensgruppen. Raum für Bildung und Betreuung: Grundschule mit Bürgersaal, Zweifachturnhalle mit Kunstrasenplatz am Sportpark, Haus für Kinder, Jugendzentrum, Kitas. Grundidee Grünflächen: Viel Grün als Ausgleich zur Bebauung und Gewerbeansiedlung, Grün, das verbindet mit Fuß- und Radwegenetz, intensive Spiel- und Freizeitflächen. Grundidee Verkehr: Erschließung der neuen Wohngebiete von außen und nicht über bestehende Wohngebiete, Verkehrsberuhigte Zonen schaffen. Summa summarum: Erhalt der hohen Lebensqualität für die ansässige Bevölkerung.


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